INFORMATIONEN ZUM JAHRESWECHSEL 2018/19

In diesem Jahr wurde viel über die Digitalisierung geschrieben und berichtet. Dieses Thema wird uns in den nächsten Jahren viel beschäftigen und markante Spuren in unserem geschäftlichen und privaten Alltag hinterlassen. Auch wenn eine gewisse Skepsis zur Digitalisierung angebracht ist, dürfen wir uns davor nicht verschliessen und müssen uns damit beschäftigen. Dies machen auch wir ständig und bieten unseren Kunden als zertifizierter Bexio-Treuhänder die Zusammenarbeit mit „Bexio“ an. Dabei handelt es sich um eine komplette Business-Software mit integrierter Finanzbuchhaltung. Die Daten sind in einer Cloud gespeichert und wir können Ihre Buchhaltung jederzeit kontrollieren und korrigieren. Falls Sie an dieser neuen Lösung interessiert sind, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

 

Infolge der fortschreitenden Digitalisierung können die MWST-Abrechnungen ab dem Jahre 2020 nur noch elektronisch bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung eingereicht werden. Wir werden im Verlaufe des nächsten Jahres auf die digitale MWST-Abrechnung umstellen. Anfangs 2019 werden wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen und das genaue Vorgehen dazu absprechen.

 

Bei der Mehrwertsteuer ist eine sehr wichtige Neuerung bereits in diesem Jahr in Kraft getreten. Seit dem 1. März 2018 werden die Veranlagungsverfügungen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) nur noch elektronisch ausgestellt. Die EZV stellt diese elektronischen Veranlagungsverfügungen eVV zum Download bereit. Für den Exportnachweis müssen diese elektronischen Veranlagungsverfügungen zwingend systematisch auf Ihrem EDV-System abgespeichert und bei einer MWST-Revision dem MWST-Revisor elektronisch vorgelegt werden (ZIP-Datei). Das gleiche Vorgehen empfiehlt sich auch bezüglich den elektronischen Veranlagungsverfügungen beim Import, damit die geltend gemachten Vorsteuern einwandfrei nachgewiesen werden können. Wir bitten Sie, diesem Punkt unbedingt Beachtung zu schenken. Wir haben zudem festgestellt, dass die Eidgenössische Steuerverwaltung bei MWST-Revisionen wieder vermehrt formalistische Vorbehalte anbringt. Es ist deshalb nach wie vor wichtig, dass Ihre Vorsteuerbelege gesetzeskonform sind.

 

Mit der vom Parlament beschlossenen Steuervorlage 2017 stehen bei der Besteuerung der juristischen Personen markante Änderungen an. Wahrscheinlich muss aber zuerst noch das Volk über diese Vorlage abstimmen. Es wird sich dann zeigen, ob die vom Parlament beschlossene Verknüpfung der Steuervorlage mit der Stärkung der AHV erfolgreich ist. Sollte diese Vorlage vom Volk angenommen werden, treten die Reformen schon auf den 1. Januar 2020 in Kraft. Die Kantone sind in diesem Fall gefordert, damit auch die kantonalen Steuergesetze auf diesen Zeitpunkt revidiert werden können.

 

Die Steuervorlage hat vor allem für Holding- und Domizilgesellschaften sehr grosse Konsequenzen. Für die bisher bereits normal besteuerten juristischen Personen wird die Steuerbelastung generell eher sinken. Erfreulich ist, dass die Kantone die Dividenden aus massgeblichen Beteiligungen weiterhin zu mindestens 50% besteuern dürfen. Ursprünglich war eine Erhöhung auf 70% vorgesehen. Die Dividendenbesteuerung beim Bund wird bei Annahme der Steuervorlage 17 allerdings von 60% auf 70% steigen. Über andere Neuerungen der Steuerreform wie Patentbox, Abzug Forschung- und Entwicklungskosten, usw. werden wir Sie informieren, wenn die Vorlage angenommen worden ist und diese für Sie relevant sind.

 

Im Kanton Schwyz wurde die Verrechnungssteuer bei natürlichen Personen bisher rund zwei Monaten nach Einreichung der Steuererklärung an die Steuerpflichtigen zurückbezahlt. Bereits im nächsten Jahr wird die Steuerverwaltung Schwyz die Verrechnungssteuer im Regelfall nicht mehr ausbezahlen, sondern mit den offenen Steuerforderungen verrechnen. Wie das genau ablaufen wird, ist noch nicht bekannt.

 

Für alle MWST-pflichtigen Unternehmen wird im nächsten Jahr erstmals die neue Radio- und TV-Gebühr erhoben (RTV-Abgabe). Diese Gebühr wird unabhängig von der Rechtsform erhoben, womit auch Einzelunternehmen davon betroffen sind. Erfreulich ist, dass bei einem Jahresumsatz von unter CHF 500‘000.00 keine Gebühr erhoben wird. Zudem kann bei einem Jahresumsatz bis zu CHF 1 Mio. und einem Reingewinn von unter CHF 3‘650.00 die Gebühr zurückgefordert werden.

 

Seit Mitte dieses Jahres verarbeiten die Banken keine Zahlungen mehr im DTA-Format. Sammelzahlungen müssen seither im XML-Format übermittelt werden. Diese Umstellung verlief aus unserer Sicht problemlos, auch wenn dafür nicht ganz unerhebliche Kosten für die Software angefallen sind. Die Einführung des neuen Einzahlungsscheines mit IBAN/QR-Code wurde auf 2020 verschoben. Die alten Einzahlungsscheine können somit sicher noch bis Ende 2020 verwendet werden.

 

Bitte beachten Sie, dass seit dem 1. Juli dieses Jahres bei gewissen Berufen offene Stellen gemeldet werden müssen, bevor diese ausgeschrieben werden dürfen. Die Liste dieser Berufe und das Meldeportal finden Sie auf www.arbeit.swiss.

 

Bei den Sozialversicherungen ergeben sich für das neue Jahr wieder einmal verschiedene Änderungen. Die vom Bundesrat beschlossene Erhöhung der AHV-Renten hat auch Auswirkungen auf die BVG-Grenzbeträge und die maximalen Beiträge an die Säule 3a.

 

 

 

 

 

 

Wollerau, im Dezember 2018